Willkommen im Spa zu Hause

Ein warmes Wannenbad ist ein sinnliches Vergnügen für Haut und Seele. Für die Badewonnen daheim gibt es zwei neue Ratgeber mit vielen Tipps.

Fotos: Peter WattendorffFotos: Peter Wattendorff

Ich bin ein bekennender Badewannen-Junkie. Einmal pro Woche ist Minimum, häufig geh ich zwei- oder sogar dreimal in die Wanne. Ich genieße es, immer wieder neue, wohlduftende Badezusätze auszuprobieren, beim Baden ein schönes Peeling zu machen und so lange im warmen Wasser zu liegen, bis die Haut ganz schrumpelig ist. Für mich ist Baden wie ein Miniurlaub für Haut und Seele. Dass sich dieses Wohlgefühl einstellt, ist übrigens kein Wunder: „Im warmen Wasser ist der Körper ganz in seinem Element. Schließlich besteht ca. 70 Prozent seiner Materie aus H2O. Die Atmung wird tiefer, der Herzschlag ruhiger“, wissen die Wellness-Expertinnen Susanne Faust und Carolin Lockstein.
Die beiden Autorinnen haben gerade einen von zwei entzückenden Ratgebern zum Thema (siehe Buchtipp rechts) mit dem schönen Titel „Wasser, Wanne, Wellness. Von Kopf bis Fuß auf Relaxen eingestellt!“ geschrieben. Darin findet man jede Menge Tipps für herrliche Spa-Stunden im heimischen Badezimmer.

Die Atmosphäre macht’s
Schaffen Sie sich eine schöne Atmosphäre im Bad. Eine Duftkerze verströmt wunderbare Aromen. Gedämpftes Licht beruhigt die Augen. Eine Blume in einer edlen Vase ist ein bunter Blickfang.

Die Wassertemperatur
Je nach Wassertemperatur kann ein Bad stimulieren oder beruhigen. Kühle Bäder (12–24°C) regen den Organismus und seine Selbstheilungskräfte an. Lauwarme Bäder (ca. 30°C) wirken erfrischend. Verstärken können Sie dieses durch ein Zitrus-Badeöl. Warme Bäder (30–37 °C) sind ein wahres Beauty-Bad. Carolin Lockstein: „Das warme Wasser lockt das Blut aus den Organen in die Muskeln und entspannt sie. Außerdem verbessert die Wärme die Mikrozirkulation der Haut und versorgt sie mit Nährstoffen.“ Sehr warme Bäder (ab 38 °C) sind eine 1 A Antistress-Therapie nach einem hektischen Tag, denn sie glätten unser Nervenkostüm.

Gute Badebegleiter
Eine Massage mit einer Badebürste oder einem Luffaschwamm fühlt sich nicht nur prima an. Man rubbelt auch abgestorbene Hautzellen weg und regt die Durchblutung an. Das wiederum ist gut für einen rosigen Teint.
Meer-Salz ist übrigens ein idealer Badezusatz. Lockstein: „Salz zieht überschüssiges Gewebewasser aus den tieferen Schichten und spendiert dem Körper Mineralstoffe sowie Spurenelemente.“ Also, einmal würzen, bitte!
Bleibt die Frage: Wie oft tut Baden der Haut gut? „Sie können so oft baden, wie Ihre Seele danach verlangt“, sagt Susanne Faust. „Wichtig ist, sich danach dick einzucremen und der Haut wieder in ihren Säureschutzmantel zu helfen. Der wird durch lange Bäder angegriffen.“
Und wissen Sie, was ich jetzt mache? Ich zieh mich mit Duftkerzen, neuen Badeölen und meiner Lieblings-CD in meinen Home-Spa zurück – ich gehe wannen.

Wellnessbad - pflegt trockene Haut

Zutaten:
1 Tasse Olivenöl,
2 Tassen Vollmilch,
20 Tropfen Aromaöl

So wird’s gemacht:

Geben Sie 1 Tasse Olivenöl und 2 Tassen Vollmilch direkt in den laufenden Strahl des Badewassers. So kann sich das Öl gleichmäßig verteilen. Milch macht die Haut wieder streichelzart, und das Öl gibt ihr entzogenes Fett wieder. Träufeln Sie anschließend für die Sinne 20 Tropfen Aromaöl hinzu. Zitronengras, Grapefruit und Orange wirken anregend, Vanille und Basilikum harmonisiert. Wer eine fettige Haut hat, sollte das Olivenöl weglassen und nur Milch sowie das Aromaöl verwenden.
Aus: „Wasser, Wanne, Wellness. Von Kopf bis Fuß auf Relaxen eingestellt“, Hölker, 9,95 Euro.

Rosmarinbad - peppt den Kreislauf auf

Zutaten:
80 g getrocknete Rosmarinnadeln,
kleiner Stoffbeutel oder Nylonstrumpf

So wird’s gemacht:

Lamm mit Rosmarin, Heilbutt mit Rosmarin, Ofenkartoffeln mit Rosmarin – na, läuft Ihnen schon das Wasser im Munde zusammen? Sorry, die Mittelmeerküche bleibt heute mal kalt, der Klassiker unter den mediterranen Kräutern wandert bei diesem Rezept nahtlos von der Fensterbank in die Badewanne. Die getrockneten Rosmarinnadeln mit dem Wiegemesser zerkleinern, in einen Stoffbeutel geben und ab ins Wasser damit – das bringt Ihren Kreislauf auf Touren und hilft beim Abbau von Muskelverspannungen.
Aus: „Baden à la carte. Tolle Badezusätze zum Selbermachen – von erfrischend bis entspannend“, Hölker, 9,95 Euro.



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