Linsen – die gesunden Minis

Linsen gehören zur Familie der Hülsenfrüchte und sind eine vielseitig zuzubereitende, vitalstoffreiche Spezialität.


Linsen unterteilt man nach ihrem Durchmesser in groß- und kleinsamige Früchte. Riesenlinsen haben einen Durchmesser von 7 mm, Tellerlinsen rund 6 mm und Mittellinsen sind 4-6 mm groß. Am kleinsten sind die Zuckerlinsen. Ihr Durchmesser beträgt weniger als 4 mm. Bei Linsen gilt: Je kleine, desto schmackhafter sind sie. Das liegt daran, dass die Aromastoffe direkt unter der Schale sitzen. Bei kleinen Linsen ist der Anteil der aromatischen Hülle also verhältnismäßig hoch.

Welche Linsensorten gibt es?

Je nach Sorte unterscheiden sich Linsen auch in ihrem Kochverhalten und in ihrer Konsistenz, die sie nach dem Garen haben.
• Berglinsen
Die rotbraunen, sehr kleinen Linsen haben ihre ursprüngliche Heimat in Kanada. Beim Kochen entwickeln sie ein mildes Aroma und behalten ihre Form. Für Salate, Aufläufe oder als Beilage eignen sie sich besonders gut.
• Beluga-Linsen
sind rund und schwarz und gelten nicht nur wegen ihres Aussehens als der „Kaviar“ unter den Linsen. Die kleinen Samen schmecken besonders fein und leicht nussig. Ideal als dekorative Beilage oder als Zutat für Aufläufe und Gemüsefüllungen.
• Braune Linsen
Die großen, hellbraunen „Klassiker“ unter den Hülsenfrüchten kochen mehlig-weich. Ihr „erdiges“ und vollmundiges Aroma passt gut in deftige Suppen und Eintöpfe.
• Rote Linsen
sind geschälte und gespaltene braune Linsen. Durch die fehlende Schale sind sie gut verträglich und schnell gegart. Ihre Farbe wechselt beim Kochen von rot zu gelb. Die weiche, fast breiige Konsistenz der gegarten Hülsenfrüchte ist ideal für Püree, Suppen, Saucen und Dips.
• Provencal-Linsen
In ihrer Größe gleichen sie den Beluga-Linsen und behalten gekocht eine angenehme feste Konsistenz. Ihre Schale ist grün und braun marmoriert. Sie gehört zu den eher unbekannten Sorten. Dabei schmeckt gerade diese Linse besonders lecker. Tipp: Als Beilage unter separat gegarten Reis mischen.

Linsen sind echte Vitalstoffpakete

In Linsen steckt eine wertvolle Kombination aus pflanzlichem Eiweiß, komplexen Kohlenhydraten und wenig Fett. Gerade Vegetarier schätzen den hohen Eiweißanteil von bis zu 30 Prozent. Verzehrt man Linsen zusammen mit Getreide wie z. B. Reis oder Weizen, ergibt sich eine besonders hochwertige Eiweißqualität. Die jeweils enthaltenen Aminosäuren ergänzen einander. Linsen sind zudem prima Eisenlieferanten. Allein in hundert Gramm der kleinen Kraftpakete steckt bereits der halbe Tagesbedarf des wichtigen Mineralstoffs. Die gesunden Hülsenfrüchte enthalten außerdem reichlich B-Vitamine, Calcium, Kalium und Magnesium sowie verdauungsfördernde Ballaststoffe.

Die besten Kochtipps für Linsen

Das Einweichen von Linsen verkürzt die Garzeit und macht sie besser bekömmlich. Die Ausnahmen bilden die kleinen Sorten: Die Roten Linsen und die Beluga-Linsen sind auch ohne Einweichen in wenigen Minuten gar.
Salz und Säuren (Essig, Zitronensaft, Wein) verzögern den Garprozess und sollten erst zum Schluss in den Topf kommen.
Verdauungsfördernde Gewürze wie Kümmel, Fenchel, Koriander und Anis können direkt mit ins Kochwasser.
Die Kräuter Bohnenkraut, Thymian, Basilikum, Majoran und Salbei geben Linsengerichten die passende würzige Note.
Tipp bei Eintöpfen: Linsen separat garen. Das schont Gemüse vor zu langen Kochzeiten.

Eine große Auswahl an Linsen und weiteren Hülsenfrüchten gibt es im Reformhaus. Die Ware stammt ausschließlich aus Bio-Anbau und wird streng auf Rückstände kontrolliert.